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Bildung für

Nachhaltige Entwicklung

Hochwertige Bildung ist eines der 17 globalen Ziele der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals der UN). Zur Bildung gehört jedoch nicht nur die Vermittlung von Inhalten, sondern auch die Persönlichkeitsbildung im Rahmen von ganzheitlichem und sozialem Lernen.

Herausforderungsprojekte unterstützen die Schulprogramme in besonderer Weise und tragen zur Ausbildung wichtiger sozialer sowie persönlicher Kompetenzen bei.

Erfahren Sie hier mehr über die Kompetenzen, die Teilnehmende unseres Bildungsprogramms Herausforderung einfach machen erwerben.

wichtige

Didaktische Prinzipien

Um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen haben wir uns bei der didaktischen Gestaltung der Projekte bewusst für die folgenden sechs didaktischen Prinzipien entschieden:

1. Prinzip: Lernen aus Erfahrung

„Der Mensch, der gebildet ist, ist derjenige, der lernt zu lernen.“ — Carl R. Rogers

Das Problem: Fachwissen ist schnell passe. Studien zeigen, dass Abiturient:innen bereits nach einem Jahr ca. 90% Ihres für das Abitur angeeigneten Fachwissens nicht mehr abrufen können. Außerdem fehlt die Anwendung des Wissens im Alltag. 

Unser Ansatz: Wir bedienen uns Elementen des Erfahrungslernens bzw. der Erlebnispädagogik. Learning-by-Doing, Ausprobieren, Reflektieren und aus Fehlern lernen sind elementarer Bestandteil jeder HERAUSFORDERUNG

Unser Ziel: Der hohe emotionale Charakter der Herausforderung trägt zum nachhaltigen Lernen bei. Alltagsorientierung und ein positiver Umgang mit Fehlern sind das Ziel.

2. Prinzip: Raus aus der Komfortzone - Lernen im Leben

Das Problem: Die Lebens- und Arbeitswelt ist im Umbruch. 65% der Jobs für die kommende Generation existieren noch gar nicht (WEF-Studie). Wichtige Zukunftskompetenzen werden im Regelschulsystem systematisch vernachlässigt. Die Schüler:innen werden nicht auf die zunehmend unvorhersehbare Zukunft vorbereitet.

Unser Ansatz: Raus aus der Komfortzone, rein in die Lernzone. Lernen im Leben statt aus Büchern. Ständiges Plan anpassen und ändern – das ist notwendig bei einer HERAUSFORDERUNG. Die Jugendlichen werden dabei nicht allein gelassen. Sie werden von Coaches und Companions begleitet, damit niemand in die Panikzone gerät und ein geschützter Rahmen gewahrt bleibt.

Unser Ziel: Adaptivität, Handlungskompetenz sowie der Umgang mit Unsicherheit führen langfristig zu starken Persönlichkeiten.

3. Prinzip: Stärkenorientierung

Das Problem: Mehr als jede:r vierte Schüler:in macht sich Sorgen darum, wie es nach der Schule weitergehen soll (Vodafone Stiftung). Viele verlassen die Schule, ohne zu wissen, wer sie sind und was sie können. Schulische Erfahrungen führen bei jungen Menschen häufig zu einem negativen Selbstbild. Die Defizitorientierung wird durch Ziffernnoten leider zusätzlich verstärkt. 

Unser Ansatz: Tägliche Impulse und Feedbacks durch Coaches und Companions sowie eine ausgiebige Reflexion des Erlebten am Ende sind fester Bestandteil aller HERAUSFORDERUNGEN. Dabei werden positive Entwicklungen besonders herausgestellt und Stärken verdeutlicht. Lobkultur statt Defizitorientierung.

Unser Ziel: Wir wollen, dass alle Schüler:innen die Schule mit einem “Ich kann was”-Gefühl verlassen. Unsere Herausforder:innen sind überzeugt, ihr leben aktiv gestalten zu können. Die eigenen Stärken und Entwicklungsfelder zu kennen, fördert zudem ihre berufliche Orientierung.

4. Prinzip: Ganzheitliches Lernen - mit Kopf, Herz und Hand

Das Problem: Jede:r 4. Schüler:in in Deutschland leidet unter psychischen Problemen – Tendenz steigend. Jede:r 5. Erwachsene erleidet in seinem Leben eine Depressionen und in Deutschland fehlte im vergangenen Jahr jede:r 18. Arbeitnehmer:in aufgrund einer psychischen Erkrankung im Job. Ausgehend von den Daten der DAK-Gesundheit waren damit hochgerechnet 2,2 Millionen Menschen betroffen. Durch die Fixierung auf kognitives Lernen werden viele Grundbedürfnisse strukturell vernachlässigt. Dies führt – insbesondere in der Pubertät – zu hoher Frustration bei allen Beteiligten sowie langfristig zu psychischen Krankheiten.

Unser Ansatz: Unser Bildungsprogramm implementiert systematisch Strukturen, die ganzheitliches Lernen mit Kopf, Herz und Hand fördern. Die Orientierung der HERAUSFORDERUNGEN an menschlichen Grundbedürfnissen ist in der prägenden Phase der Pubertät enorm wichtig.

Unser Ziel: Jugendliche lernen eigene Grenzen kennen und wachsen über sich hinaus. Ihre Resilienz wird gefördert. Mit Hilfe von Selbstwirksamkeitserfahrungen werden mentale Beschwerden erwiesenermaßen vorgebeugt. Diese Erfahrungen sind im Fale psychischer Leiden zudem wichtige Ressourcen.

5. Prinzip: Partizipation

Das Problem: Politikverdrossenheit und ein Gefühl von “Ich kann eh nichts ändern” gefährdet langfristig die Demokratie. Bereits in der Schule gibt es wenig Möglichen zur Mitgestaltung. Das enge Korsett von Rahmenlehrplänen gibt auch Lehrkräften oftmals wenig Raum, Mitbestimmung zu fördern.

Unser Ansatz: Wir beteiligen Schüler:innen nicht nur, all unsere HERAUSFORDERUNGSPROJEKTE entstehen in einem ergebnisoffenen Prozess. 

Unser Ziel: Demokratische Prinzipien ermöglichen echte Teilhabe und Mitbestimmung.

6. Prinzip: Soziales Lernen

Das Problem: Wir erleben derzeit Trends der Abgrenzung und Isolation – im schlimmsten Ausmaß in Form von Nationalismus, Populismus und Diskriminierung. Viele Menschen fühlen sich nicht zugehörig, ausgegrenzt oder abgehangen. 

Unser Ansatz: Alle HERAUSFORDERUNGEN finden grundsätzlich in kleinen Gruppen von vier bis sieben Personen statt. Diese Vorgabe fördert die Kompromissfindung. Gemeinsame Normen für den Umgang müssen innerhalb der Gruppen ausgehandelt werden. Stets gefordert: Empathie und Solidarität.

Unser Ziel: Schule ist ein Ort der Gemeinschaft und der Begegnung. Intakte Beziehungen sind die Basis von Lernprozessen. Gefördert werden diese durch positive Erlebnisse als Gemeinschaft über soziale Grenzen hinaus.